Schmerzen im Brustkorb können unterschiedliche Ursachen haben. Glücklicherweise müssen sie nicht immer im Zusammenhang mit einer Herzerkrankung stehen.

Schmerzen in der Brust werden auch durch Bluthochdruck oder durch psychische Probleme hervorgerufen. Treten sie allerdings häufiger auf, sollst du unbedingt einen Arzt aufsuchen. So können die Ursachen für Schmerzen im rechten Brustkorb zum Beispiel auch von einem übersäuerten Magen herrühren. Ein übersäuerter Magen kann zum ständigen Aufstoßen führen. Dadurch ist es möglich, dass die Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Dieser Reflux ist imstande an der rechten Körperhälfte Schmerzen im Brustkorb hervorzurufen.

Schmerzen im linken Brustkorb sind in manchen Fällen aber auch Vorboten eines Herzinfarkts. Dabei kommt es meist zu einer Atemnot und zum Stechen im Brustbereich. Selbst für einen erfahrenen Arzt ist es nicht immer ganz leicht die Ursachen für die Schmerzen im Brustkorb zu finden. Denn jeder Mensch empfindet die Schmerzen anders. Das kann dazu führen, das Beschwerden im linken Brustbereich als Rippenblockade erkannt werden, obwohl es sich dabei in Wirklichkeit um einen Herzinfarkt handelt. Sobald es sich bei den Schmerzen im Brustkorb um ungewohnte Beschwerden handelt, die erstmalig aufgetreten sind, heißt es auf jeden Fall achtsam zu sein. Wenn du die Schmerzen beispielsweise beim Husten im Brustkorb spürst, dann könnte das ein typisches Zeichen einer Lungenentzündung sein. Dann musst du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um deine Lunge nicht langfristig zu schädigen. Du wirst wahrscheinlich Antibiotika verschrieben bekommen, die dich wieder auf die Beine bringen. Quälen dich sehr starke Schmerzen im Brustkorb, die beim Husten nur noch schlimmer werden, könnte es sich um eine Pleuritis (Brustfellentzündung) handeln. Ein Arztbesuch ist unumgänglich. Zu dem Husten gesellen sich in der Regel auch Kurzatmigkeit und starkes Fieber dazu. Nicht selten tragen verspannte Muskeln oder ein Wirbelsäulenverschleiß die Schuld an den Beschwerden, die dir das Leben schwer machen. Je nach Ursache werden die Beschwerden entweder mithilfe von Medikamenten, durch Antibiotika-Gaben oder durch eine Ernährungsumstellung therapiert.

Symptome

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Schmerzen im Brustkorb müssen wie bereits angeführt, nicht zwingend ein Zeichen für eine schwere Krankheit sein. Sie äußern sich häufig durch ein Ziehen, ein Stechen oder durch ein starkes Druckgefühl in der Brust. Die häufig bedrohlich wirkenden Schmerzen treten vielfach auch lokal auf, wie etwa in der linken Brust. Sie müssen aber nicht unbedingt auf einen Herzinfarkt hindeuten. Denn in dieser Region befinden sich neben dem Herzen auch noch andere Organe. Es gibt eine sehr breite Spanne von Möglichkeiten, die für die Schmerzen im Brustkorb verantwortlich sein können. Bei neu auftretenden Befindlichkeitsstörungen mit einem veränderten Charakter oder bei einem allgemeinen Krankheitsgefühl ist es wichtig, dass du einen Arzt aufsuchst. Aber zu deiner Beruhigung: „Nicht alle Schmerzen im Brustkorb sind lebensgefährlich.“ Einige allerdings schon, darum ist es wichtig, dass die Ursachen frühzeitig erkannt werden, damit das Krankheitsbild, falls erforderlich, so schnell wie nur möglich behandelt werden kann. Bei einem Arzt/Patientengespräch erzählst du über die Symptome der Brustschmerzen. Dabei teilst du deinem Arzt mit wie häufig die Schmerzen im Brustkorb auftreten. Wenn nötig, wird ein EKG angefertigt oder man nimmt bei dir eine Ultraschalluntersuchung vor.

Symptome wie Schmerzen beim Atmen und schlimme Beschwerden beim Husten können von einer Lungenentzündung oder auch von einer Rippenprellung kommen. Auch eine Rippen-Tuberkulose macht sich nicht selten durch Schmerzen im Brustkorb (beim Atmen) bemerkbar. Bleibt eine gebrochene Rippe unbehandelt, kann sie ebenso starke Brustschmerzen verursachen. Du sollst sie auf keinen Fall unbehandelt lassen, denn das könnte zu schlimmen Komplikationen führen. Schmerzen im oberen Brustkorb sind manchmal auf das sogenannte „Tietze-Syndrom“, einer Schwellung an den oberen Rippen zurückzuführen. Symptome wie eine Druckempfindlichkeit an den Brüsten treten bei Frauen meist zyklusbedingt (vor dem Beginn der Monatsregel) auf und verschwinden dann auch wieder. Diese Schmerzen sind vielfach sehr intensiv und sie werden im Allgemeinen vom Hormon Östrogen verursacht. Schmerzen im Brustkorb und Rücken sind nicht selten eng miteinander verwandt. Eine Kombination dieser beiden Beschwerden, sollst du unbedingt ernst nehmen und untersuchen lassen. Der Schmerz kann zum Beispiel durch einen eingeklemmten Nerv im Bereich der oberen Wirbelsäule herrühren. Dann sind im Allgemeinen entweder die sensorischen oder die vegetativen Nervenfasern betroffen.

Ursachen

Die Ursachen von Schmerzen im Brustkorb beim Atmen können von einer Lungenerkrankung oder auch an einer Rippenfellentzündung liegen. Dann schmerzt dich in der Regel ein jeder Atemzug. Aber es hilft nichts, da musst du durch. Denn du musst atmen, um zu leben. Nicht selten kommen zu den Brustschmerzen auch noch Fieber, Husten und Nachtschweiß dazu. Bei Schmerzen beim Husten im Brustkorb kann aber auch ein Tumor in der Lunge dahinterstecken oder es handelt sich dabei um eine Virusinfektion. Herzschmerzen werden durch verengte Herzkranzgefäße ausgelöst. Das Herz kann bei einer größeren Belastung nicht mehr mit genügend Blut versorgt werden. In der Folge können die typischen Angina pectoris Symptome auftreten, die dann für die Schmerzen im Brustkorb verantwortlich sind. Bildet sich in einem Herzkranzgefäß ein Blutgerinnsel, stirbt der Herzmuskel ab, da er nicht mit genügend Blut versorgt wird. Es können neben einem scharfen Stechen in der linken Brusthälfte und einer argen Atemnot auch plötzlich heftige Schmerzen hinter dem Brustbein auftreten. Der starke Schmerz wird häufig von Übelkeit und einer Todesangst begleitet.
TIPP: Bei Frauen äußert sich ein Herzinfarkt häufig durch Schmerzen im Oberbauch.

Hinter Schmerzen im Brustkorb beim Schlucken und einem Druckgefühl kann eine Entzündung der Speiseröhre stecken. Bei einer Refluxösophagitis fließt der Speisebrei aus dem Magen in die Speiseröhre zurück und es kommt zu einem schlimmen Schmerz hinter dem Brustbein. Auch ein heftiges Erbrechen kann zu Brustschmerzen führen. Ein zu hoher Blutdruck wiederum ist ebenso imstande Brustschmerzen hervorzurufen, die einer Angina pectoris ähnlich sind. Eine Herzbeutelentzündung löst im Vergleich dazu ein heftiges Stechen im Brustbereich aus. Der Schmerz wird durch Husten oder durch ein tiefes Einatmen noch weiter verstärkt.

Wann sollte man zum Arzt?

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Spätestens dann, wenn sich der Charakter und die Intensität der Schmerzen im Brustkorb von den bisher auftretenden Brustschmerzen unterscheiden, solltest du hellhörig werden. Kommen noch Atemnot und ein Angst- oder Druckgefühl dazu, dann sollte der Zusammenhang mit den Brustschmerzen mit deinem Arzt abgeklärt werden. Bei einem Gespräch mit deinem Hausarzt gibst du ihm Hinweise über deine Beschwerden, damit sich die möglichen Ursachen schnell herausfinden lassen. Wichtig ist vor allem, dass dir der Mediziner eine rasche Diagnose stellen kann, damit du bei einer ernsthaften Erkrankung umgehend behandelt wirst.

Bei Anzeichen eines Herzinfarkts, (starke Schmerzen, die von der linken Brust ausstrahlen, Atemnot, Schwindel und Schwäche) musst du unbedingt einen Notarzt rufen. Warte nicht erst bis deine Lippen blau angelaufen sind, dann könnte es leider Gottes bereits zu spät sein.

Auch bei Entzündungen des Herzbeutels oder des Herzmuskels können Schmerzen im Brustkorb auftreten. Obwohl bei den Brustschmerzen nicht unbedingt eine lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankung dahinter stecken muss, solltest du lieber vorsichtig agieren und die Beschwerden medizinisch abklären lassen. Der Arzt wird von dir wissen wollen, wo die Brustschmerzen auftreten und in welche Körperbereiche sie ausstrahlen. Außerdem wird er dich fragen, wie sie sich anfühlen und wie lange sie in der Regel andauern. Zudem wird der Mediziner von dir erfahren wollen, ob du weitere Beschwerden hast, wie etwas Fieber oder Übelkeit. Er braucht außerdem Informationen über etwaige Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Zu den Fragen, die der Arzt dir stellen wird, gehören auch:

  • Sind die Schmerzen stechend oder dumpf?
  • Nehmen sie im Laufe des Tages weiter zu?
  • Werden die Schmerzen beim Atmen stärker?
  • Beeinflusst die Nahrungsaufnahme diese Brustschmerzen?
  • Werden die Schmerzen in der Brust durch eine bestimmte Körperhaltung beeinflusst?
  • Lassen sich die Schmerzen genau lokalisieren oder haben sie eher einen unbestimmten Ursprung?
  • Tut dir beim Atmen beispielsweise der ganze Brustkorb weh?
  • Wie häufig treten die Schmerzen im Brustkorb auf?

Untersuchungen beim Arzt

Am Anschluss an das Arzt/Patienten Gesprächs erfolgt die körperliche Untersuchung. Bei dem Gespräch erhielt der Mediziner bereits nützliche Hinweise auf die möglichen Ursachen der Brustschmerzen. Nachdem der Arzt Herz und Lunge abgehört hat, werden Puls und Blutdruck gemessen. Sobald sich der Arzt ein genaues Bild über deine Beschwerden machen konnte, wird er bei akuten Schmerzen im Brustbereich zügig prüfen, ob dein Zustand (wegen eines Herzinfarkts oder einer Lungenembolie) lebensbedrohlich ist, oder ob es sich um keine lebensbedrohlichen Ursachen handelt.

Zur Standarddiagnostik bei Schmerzen im Brustkorb gehören neben dem Messen der Herzaktivität durch ein Elektrokardiogramm (EKG) auch das Röntgen des Brustkorbs und eine Blutuntersuchung. Bei einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt zum Beispiel die Herzfunktion beurteilen. Außerdem lässt sich eine mögliche Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum erkennen. Bei Verdacht auf eine Lungenerkrankung kann auch eine Computertomografie (CT) an der Lunge notwendig werden. Eine Erkrankung des Verdauungs- und Magentrakts lässt sich durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) feststellen. Dabei wird mithilfe eines Gastroskops ein vergrößertes Bild auf einen Monitor übertragen. Der Mediziner kann damit auch kleine Gewebeproben im Inneren des Magens, der Speiseröhre oder des Zwölffingerdarms entnehmen. Herz- und Gefäßerkrankungen wird der Arzt beispielsweise mit einer Herz-Katheter-Untersuchung auf die Schliche kommen.

Welcher Arzt ist nun bei Schmerzen im Brustbereich zuständig?

In der Regel wirst du deinen Hausarzt aufsuchen, der dich womöglich zu einem Internisten oder zu einem Kardiologen weiter verweist. Je nach Art der Symptome kommt auch ein Kardiologe oder ein Orthopäde als Arzt für dich infrage.

TIPP: Bei stark ausstrahlenden Schmerzen aus dem linken Brustbereich (Anzeichen eines Herzinfarkts) sollten du oder deine Angehörigen allerdings umgehend den Notarzt rufen. Er wird zügig prüfen, wie bedrohlich dein Zustand in Wirklichkeit ist.

Was macht der Arzt?

Im Falle einer Angina pectoris lassen sich die Beschwerden mithilfe einer Inhalation mit gefäßerweiternden Medikamenten (Nitrate) lindern. Durch einen Pumphub wird der Blutdruck gesenkt. Eine Lungenembolie lässt sich mit Blut verdünnenden Medikamenten und einer Sauerstoffgabe behandeln. Schmerzen durch Sodbrennen oder infolge einer Reflux-Erkrankung werden mit Medikamenten gegen Sodbrennen gelindert. Wirbelblockaden lassen sich vom Arzt im Allgemeinen mit einigen Handgriffen lösen. Bei Brustschmerzen, die durch eine Gürtelrose ausgelöst wurden, wird der Arzt antivirale Medikamente und Schmerzmittel verschreiben.

Übungen nach Liebscher & Bracht

Mit einigen sinnvollen Übungen nach Liebscher & Bracht kannst du auch etwas gegen deine Brustschmerzen tun. Es ist allerdings wichtig, dass du vorher einen Arzt aufgesucht hast der organische, gynäkologische und kardiologische Ursachen deiner Schmerzen im Brustbereich ausgeschlossen hat. Danach kannst du mit den Übungen beginnen, die auf eine überspannte oder überforderte Muskulatur ausgelegt sind. Bei Brustschmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule gehst du in die Bauchlage. Der Arm an der schmerzenden Brust wird zunächst im 90° Winkel auf dem Boden in Schulterhöhe ausgestreckt. Danach bewegst du diesen Arm 10° weiter nach oben. Der Kopf wird dabei auf der entgegengesetzten Richtung auf dem Boden abgelegt. Die andere Schulter sollte dabei den Kontakt mit dem Boden nicht verlieren. Nun stellst du die andere Hand auf und winkelst dabei das andere Bein leicht an. Aus dieser Position heraus wird die angewinkelte Hand gedreht. Sollte deine linke Brusthälfte von Schmerzen geplagt werden, dann drehst du die rechte aufgestellte Hand nach rechts. Du erzeugst dabei einen deutlich spürbaren Dehnungsschmerz. Halte diese Dehnung zirka zwei Minuten aufrecht. Sobald du dich aus der Übung gelöst hast, sollst du eine spürbare Besserung fühlen.

Eine weitere Übung, die sich besonders bei Brustschmerzen von Frauen bewährt, wäre: Du sitzt bequem auf dem Boden und setzt einen Tennisball unterhalb des Schlüsselbeins an der schmerzenden Seite ein. Du bewegst den Ball langsam nach außen und nutzt dabei den Arm, der sich gegenüber der schmerzenden Seite befindet. Verbleibe dabei in der Mulde an Außenkante des Schlüsselbeins. Die Spannungen werden mit drehenden Bewegen wieder aufgelöst.

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